Bundespräsident nimmt 'Wunschliste' von 100 rückkehrwilligen Wissenschaftlern entgegen
Berlin, 24.06.2011: Am gestrigen Donnerstagabend hat Bundespräsident Christian Wulff 100 im Ausland arbeitende rückkehrwillige deutsche Spitzenforscher im Schloss Bellevue empfangen. Die Wissenschaftler trugen dem Staatsoberhaupt im Rahmen der von der German Scholars Organization (GSO) organisierten Tagung „Building Bridges“ ihre „Wünsche an Deutschland“ vor und überreichten ihm ein Papier mit Reformvorschlägen.
"Wir müssen es schaffen, unserem wissenschaftlichen Nachwuchs hier eine Perspektive zu bieten – auch denen, die eine Zeitlang ins Ausland gegangen sind. Und wir müssen gezielt kluge Köpfe aus anderen Ländern zu uns holen - so wie es andere Länder schon seit vielen Jahren vormachen." sagte der Bundespräsident.
„Unser Herz schlägt für Deutschland“, so die Harvard-Forscherinnen Eva-Jasmin Freyschmidt und Katrin Arnold in ihrer Rede vor dem Bundespräsidenten. „Doch im Ausland forschende deutsche Wissenschaftler treffen bei einer gewollten Rückkehr auf eine Vielzahl an Hürden – und oftmals nicht auf offene Türen“. Stellvertretend für die nach Berlin gekommenen Forscher drängten die Wissenschaftlerinnen auf perspektivenreichere Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler in Deutschland sowie eine bessere Willkommenskultur für Rückkehrer und Zuwanderer.
Im Rahmen der Tagung „Building Bridges. Spitzenforscher für Deutschland, Spitzenforschung in Deutschland“ haben 100 von der GSO eingeladene Forscher die Möglichkeit, sich über Rückkehrmöglichkeiten nach Deutschland zu informieren. Mit Entscheidern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren sie über Wege, wie Deutschland sich im weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe besser positionieren kann. Die GSO leistet mit dieser Konferenz einen aktiven Beitrag gegen den seit Jahren anhaltenden Trend zur Auswanderung deutscher Hochqualifizierter. Förderer der Konferenz sind u.a.: Robert Bosch Stiftung, Klaus Tschira Stiftung, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siemens AG und Einstein Stiftung Berlin.
Zur Organisation
Die German Scholars Organization e.V. (GSO) mit Sitz in Berlin und San Francisco wurde 2003 als gemeinnütziger Verein von deutschen Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern gegründet. Ziel der GSO ist es, deutsche Wissenschaftler, die im Ausland leben und forschen, miteinander zu vernetzen, sie mittelfristig für eine Tätigkeit in Deutschland zu interessieren und ihnen den Weg zurück nach Deutschland zu ebnen. Damit stärkt die GSO den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland, wirkt dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegen und befördert den internationalen Austausch von Wissenschaftlern und Ideen im Sinne einer „brain circulation“.
Pressemitteilungen Archiv
PM 21.06.2011 Rückgewinnung hochqualifizierter Auswanderer
PM 15.06.2011 Terminhinweis: Building Bridges
PM 03.03.2010 Neue Geschäftsführerin der GSO
PM 18.12.2008 Fortsetzung des Krupp- Förderprogramms
PM 02.10.2008 Rückkehr von Spitzenforschern
PM 31.08.2007 Fachkräftemangel
PM 15.06.2007 Spitzenwissenschaftler rekrutieren
PM 19.04.2007 Berliner Wissenschaftskonferenz