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Förderprogramme für Rückkehrer aus dem Ausland
 

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

Förderprogramm Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland
Das Programm, das die German Scholars Organization (GSO) seit September 2006 im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durchführt, fördert die Berufung deutscher Akademiker/innen, die aus dem Ausland auf eine Professur an einer Universität in Deutschland zurückkehren. Die finanzielle Unterstützung beträgt bis zu 100.000 Euro und wird für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren bewilligt. Diese Mittel können für eine angemessene Vergütung der Hochschullehrerin bzw. des Hochschullehrers, für wissenschaftliche Mitarbeiter/innen sowie für Sach- oder Umzugskosten verwendet werden. Außerdem werden Reisekostenzuschüsse gewährt, sofern die Reisen im Zusammenhang mit einem Berufungsverfahren entstehen.

Alexander von Humboldt-Stiftung

Forschungspreise

Alexander von Humboldt-Professur
Die Alexander von Humboldt-Professur ermöglicht die Durchführung langfristiger zukunftsweisender Forschungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland.

Sofja Kovalevskaja-Preis
Mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis haben Sie die Möglichkeit, an einer selbst gewählten Forschungseinrichtung in Deutschland für die Dauer von fünf Jahren Arbeitsgruppen aufzubauen und ein hochrangiges und innovatives Forschungsprojekt eigener Wahl durchzuführen. Ihre Promotion sollte zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als sechs Jahre zurückliegen.

Fraunhofer-Bessel-Forschungspreis
Die Humboldt-Stiftung und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. verleihen gemeinsam jährlich bis zu drei Fraunhofer-Bessel-Forschungspreise an Wissenschaftler/innen, deren bisherige Erfolge in der angewandten Forschung bereits zu ihrer Anerkennung als international herausragende Fachwissenschaftler geführt haben. Die Preisträger werden eingeladen, ein langfristiges Forschungsvorhaben in Kooperation mit Fachkolleg/innen in Deutschland für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr an einem der Fraunhofer-Institute in Deutschland durchzuführen.

Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis
Die jährlich etwa 25 Preisträger/innen werden für ihre herausragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet und sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen

Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktorand/innen
Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jährlich etwa 600 Forschungsstipendien an Postdoktorand/innen und ermöglicht hiermit die Durchführung eines selbst gewählten, längerfristigen (6-24 Monate) Forschungsvorhabens in Kooperation mit einem selbst gewählten, wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland. Ihre Promotion (oder Äquivalent) sollte nicht länger als vier Jahre zurückliegen.

Max-Planck-Forschungspreis
Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft verleihen jährlich zwei Preise an einen in Deutschland tätigen und einen im Ausland tätigen Wissenschaftler. Der Preis wird in jährlichem Wechsel in den Forschungsbereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften und Geisteswissenschaften ausgeschrieben.

weitere Programme

TransCoop-Programm
TransCoop ist ein langfristiges Förderprogramm, welches Wissenschaftler/innen beim Auf- und Ausbau von deutsch-amerikanischen und deutsch-kanadischen Forschungskooperationen unterstützt.Gefördert werden Projekte der Geistes-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften über einen Zeitraum von maximal drei Jahren. Es können gegenseitige Forschungsbesuche, Workshops, Tagungen sowie Material- und Druckkosten finanziert werden.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder
Mit diesem Programm wollen der Bund und die Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Hochschulen beitragen und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen des Wissenschaftsbereichs erhöhen. Gefördert wird die Anschubfinanzierung zu Erstberufungen von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren. Die Förderhöchstsumme beträgt 150.000 Euro jährlich für maximal 5 Jahre. Antragsberechtigt sind die Hochschulen.

Auf der Webseite "Aktuelle Bekanntmachungen von Förderprogrammen und Förderrichtlinien" des BMBF finden Sie detaillierte Informationen zu aktuellen Ausschreibungen (s. hier). Folgende Programme laufen derzeit und sind auch für Rückkehrer/innen interessant:

Förderinitiative "Freiraum für Geisteswissenschaftler"
Das Förderprogramm „Europa von außen gesehen“ der Förderinitiative „Freiraum für Geisteswissenschaftler“ ermöglicht einem/r Nachwuchswissenschaftler/in den Aufbau und die Leitung einer Nachwuchsgruppe an einer deutschen Hochschule. Die Antragsfrist endet am 15. Juni 2009!

Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen
Im Rahmen dieses Programms sollen Forschungskapazitäten zu armutsassoziierten Infektionserkrankungen durch die Förderung von Nachwuchsgruppen und Mobilitätsstipendien auf- und ausgebaut werden. Die Antragsfrist endet am 1. September 2009!

Christiane Nüsslein-Vollhard-Stiftung

Die Stiftung unterstützt junge Wissenschaftlerinnen mit Kind/ern, die im Bereich der experimentellen Naturwissenschaften forschen. Es werden Doktorandinnen und Promovierte unterstützt (s. hier).

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

DLR-DAAD Research Fellowships in the fields of Space, Aeronautics, Energy and Transportation Research
Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) und der DAAD fördern kurzzeitige Forschungsaufenthalte an den zahlreichen Standorten des DLR für Post-Docs (6-24 Monate) und Senior Scientists (1- 3 Monate).

Faculty Research Visit Grant
Der DAAD fördert Forschungsaufenthalte in Deutschland von 1-3 Monaten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an US- und kanadischen Hochschulen. Bei deutschen Staatsbürger/innen wird vorausgesetzt, dass sie mindestens sechs Jahre Vollzeit an einer US- oder kanadischen Institution gearbeitet haben.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Heisenberg-Programm
Das Programm richtet sich an Wissenschaftler/innen aller Fachdisziplinen, die sämtliche Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeit-Professur erfüllen, vor allem an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Berufbarkeit über das Emmy Noether-Programm (s.u.), DFG-Projektstellen, Forschungstätigkeit in der Wirtschaft oder Stellen im akademischen Mittelbau erlangt haben. Zur Zielgruppe gehören ferner positiv evaluierte Juniorprofessor/innen, Habilitierte sowie deutsche Rückkehrer/innen aus dem Ausland beziehungsweise ausländische Wissenschaftler/innen, die in Deutschland tätig sein möchten und entsprechend qualifiziert sind. Das Programm soll dazu dienen, sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und in dieser Zeit weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten. Es werden Stipendien vergeben und seit 2005 auch die Heisenberg-Professur finanziert (s. Merkblatt).

Emmy Noether-Programm
Herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich durch eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe und qualifikationsspezifische Lehraufgaben zügig auf eine wissenschaftliche Leitungsaufgabe vorzubereiten. Mit diesem Programm sollen insbesondere auch herausragende Post-Docs aus dem Ausland (zurück-)gewonnen werden.

Reinhart Koselleck-Projekte
Die Förderung soll berufenen oder berufbaren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit eröffnen, in hohem Maß innovative oder im positiven Sinn risikobehaftete Projekte durchzuführen, welche nicht in einem anderen Förderverfahren beantragt oder im Rahmen der Arbeit der jeweiligen Institution durchgeführt werden können. Da sich Projekte der oben beschriebenen Art bei Antragstellung noch nicht detailliert beschreiben lassen, ist für die Antragstellung daher lediglich eine fünfseitige Projektskizze erforderlich, aus der sich das Ziel des Forschungsvorhabens erkennen lässt.

Finanzierung der eigenen Stelle
Mit diesem Programm können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines Projektantrags – neben Sach- und ggf. weiteren Personalkosten – Mittel für die „eigene Stelle“ (in Deutschland) einwerben.

Förderung von internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen
Die DFG fördert die Durchführung international besetzter wissenschaftlicher Kongresse, Fachtagungen, Jahrestagungen, Workshops etc. in Deutschland.

Deutsche Krebshilfe

Max-Eder-Nachwuchsprogramm
Hochqualifizierte junge Onkologinnen und Onkologen (während oder nach der Facharztausbildung oder Naturwissenschaftler/innen mit explizit kliniknaher Forschungstätigkeit) werden im Anschluss an ihre Postdoktorandenausbildung und nach einem Ortswechsel bei der Etablierung einer eigenständigen Arbeitsgruppe unterstützt. Das Programm bietet die Möglichkeit der Finanzierung einer eigenen Stelle.

Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer Attract
Das Förderprogramm „Fraunhofer Attract“ bietet hervorragenden externen Wissenschaftler/innen die Möglichkeit, eine Nachwuchsgruppe aufzubauen und während eines Zeitraums von fünf Jahren ihre Ideen innerhalb eines optimal ausgestatteten Fraunhofer-Instituts marktnah in Richtung Anwendung voranzutreiben.

Fritz Thyssen Stiftung

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts können jüngere, promovierte Wissenschaftler/innen ihre eigene Stelle finanzieren und darüber hinaus auch Mittel zur Deckung von Reise- und Sachkosten beantragen (s. hier).

Helmholtz-Gemeinschaft

Hochschul-/Nachwuchsgruppen
Erfolgreiche Bewerber/innen, deren Promotion (o. Äquivalent) nicht länger als zwei bis sechs Jahre zurückliegt, leiten eigenständig eine Nachwuchsgruppe in einem von sechs Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft und bereiten sich damit auf eine wissenschaftliche Karriere vor.

Max-Planck-Gesellschaft

Selbständige Nachwuchsgruppen
Im Rahmen dieses Programms können ausländische Wissenschaftler/innen und Rückkehrer/innen eine Nachwuchsgruppe an einem Max-Planck-Institut leiten und sich auf eine Karriere in der Wissenschaft vorbereiten. Die Max-Planck-Gesellschaft stellt erfolgreichen Kandidaten fünf Jahre lang ein Budget für Personal- und Sachkosten zur Verfügung.

Robert Bosch Stiftung

Juniorprofessur - Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Mit der Juniorprofessur erhalten herausragende junge Wissenschafter/innen die Möglichkeit, an einer deutschen Universität oder Forschungsinstitution über die nachhaltige Nutzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen – vor allem in Entwicklungs- und Transformationsländern – zu forschen. Bewerben können sich Wissenschaftler/innen aus allen Ländern und allen relevanten Disziplinen, von den Agrar- und Forstwissenschaften, der Biologie und den Umweltwissenschaften, bis zur Ökonomie, Mathematik, Politik, Soziologie und Medizin. Auf Wunsch unterstützt die Stiftung Bewerberinnen und Bewerber bei der Verhandlung einer „Tenure-Track“-Option an der Gastinstitution.

VolkswagenStiftung

Lichtenberg-Professur
Das Programm richtet sich an herausragend qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen mit zwei- bis dreijähriger Forschungserfahrung. Es steht auch Wissenschaftler/innen offen, deren Promotion bereits mehrere Jahre zurückliegt, und im Einzelfall sind auch international renommierte Forscher/innen angesprochen.

Schumpeter Fellowships für die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften
Mit diesem Programm werden exzellente junge Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaftler/innen gefördert, die einzeln oder in kleinen Gruppen mit ihren Projekten Neuland erschließen wollen.

Pro Geisteswissenschaften
Die Initiative "Pro Geisteswissenschaften" der VolkswagenStiftung, der Fritz Thyssen Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, unterstützt Geisteswissenschaftler/innen, die sich in ihrer Forschung den geisteswissenschaftlich-kulturellen Herausforderungen eines zusammenwachsenden, erweiterten Europas widmen. Neben den Dilthey-Fellowships gehören zu dieser Initiative eine "opus magnum"-Förderung sowie Zuschüsse zu Konferenzen und Workshops.

Fellowships "Computational Sciences"
Herausragend qualifizierte Nachwuchswissenschaftler/innen können für ein selbst konzipiertes Projekt ihre eigene Stelle beantragen und damit an ein Institut wechseln, das das ideale Forschungsumfeld für die geplanten Arbeiten bietet. Das Angebot richtet sich an Postdoktorand/innen kurz nach Abschluss Ihrer Promotion und soll ihnen die Möglichkeit bieten, in eine für das beabsichtigte Forschungsvorhaben besonders geeignete Arbeitsgruppe an einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung zu wechseln.

Offen - für Außergewöhnliches
Wenn Sie eine herausragende wissenschaftliche Projektidee haben, einen innovativen, außergewöhnlichen Forschungsansatz verfolgen, Ihr Gebiet schon spürbar vorangebracht haben, quer zu Disziplinen und Mainstream denken, aber unter den aktuellen Förderinitiativen der VolkswagenStiftung keine finden, denen sich Ihr Vorhaben zuordnen lässt: Dann könnten Sie bei uns dennoch an der richtigen Adresse sein.
Wer hier zum Zuge kommen will, muss mit seinem Vorhaben nicht nur höchsten wissenschaftlichen Maßstäben genügen, sondern auch plausibel machen können, dass sich dafür im Rahmen der Förderangebote anderer Institutionen keine Unterstützung finden lässt. Nehmen Sie in diesem Fall bitte zunächst Kontakt zum Förderreferenten Ihres Fachgebiets auf, um vorab die Chancen einer Förderung zu klären.

 



Programme zur Förderung der Mobilität von Wissenschaftler/innen innerhalb Europas:

Forschungsförderung durch die Europäische Kommission
Hier finden Sie Informationen zu den Fördermöglichkeiten durch die Europäische Kommission innerhalb der Europäischen Union. Das Siebte Rahmenprogramm für Forschung der EU (RP7) hat eine Laufzeit von 2007 bis 2013 und umfasst ein Gesamtbudget von 50 Mrd. Euro. Auf der Webseite finden Sie zahlreiche Hinweise zum Antragsverfahren und können nach Fördermöglichkeiten in Ihrem Fachbereich recherchieren.
Besonders für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den USA und Kanada interessant sind die "International Reintegration Grants"  und die "International Incoming Fellowships" im Rahmen der Marie Curie Actions.

European Molecular Biology Organization (EMBO)
Die European Molecular Biology Organization (EMBO) wurde 1964 gegründet mit dem Ziel, Biowissenschaften zu fördern. Sie bietet sowohl Kurzzeitstipendien (bis zu drei Monate Förderungsdauer) für einen Aufenthalt innerhalb der EMBO Mitgliedsstaaten als auch Langzeitstipendien (bis zu zwei Jahren Förderungsdauer), diese auch für Aufenthalte in Nicht-Mitgliedsstaaten, an.

Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen
KoWi informiert und berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler öffentlicher Forschungseinrichtungen zur Forschungsförderung der Europäischen Union.

Nationale Kontaktstelle Mobilität
Die NKS Mobilität bietet aktive Information und Beratung deutscher Einrichtungen sowie Forscherinnen und Forscher für das spezifische Programm Menschen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms mit den darin enthaltenen Marie Curie-Maßnahmen sowie zu den entsprechenden Bereichen der vorhergehenden Rahmenprogramme.



Informationsportale für Rückkehrer aus dem Ausland:

EURAXESS
EURAXESS ist eine Informations- und Beratungsstelle für internationale mobile Forscherinnen und Forscher. In der Datenbank Förderprogramme finden Sie zahlreiche Fördermöglichkeiten für deutsche Rückkehrer aus dem Ausland.


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